Auf der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands fährt seit dem 10. Juni 1923 alles, was auf zwei oder vier Rädern Rang und Namen hat. Sportliche Höhepunkte waren unter anderem 1950 der Gesamtdeutsche Meisterschaftslauf mit 250.000 Zuschauern sowie die international hervorragend besetzten Formel-III-Rennen in den 60er Jahren. Die Ostblock- Meisterschaften fanden jährlich von 1972 an statt. Seit 1990 sind wieder internationale Felder am Start.
Im Lauf der Zeit haben sich zwar die Streckendaten verändert, nicht aber die Herausforderung für die Fahrer, die Begeisterung der Bevölkerung und Zuschauer sowie der Mythos um dieses Asphaltband
Bis Mai 1988 waren 22 Kurven auf 7,631 km aufgeteilt. Der Höhenunterschied zwischen dem tiefsten Punkt (Streckenabschnitt Seng) und dem höchsten Punkt (Streckenabschnitt Schauerschacht) betrug 69 m. Als im August 1988 die Umbauarbeiten abgeschlossen waren, war eine Runde um Schleizer Dreieck um exakt 826m kürzer. Die aktuelle Streckenführung besteht seit Juli 2004 und wurde vor 6000 Besuchern ihrer Bestimmung übergeben. Eine Runde ist nun 3,805 km lang, weist 14 Kurven und zwischen Seng und Buchhübel einen Höhenunterschied von 44m auf. Eine tolle Zuschauerkulisse beim IOEM-Rennen (8.- 10.Mai / Veranstalter: Swissmoto) scheint garantiert zu sein!
Die schnellsten Runden im Wandel der Zeit
Beim Eröffnungsrennen 1923 erreichte ein gewisser Horst Raebel aus Apolda auf einer Mars einen Rundenschnitt von 64,20 km/h. 1932 knackte Paul Rüttchen auf einer NSU mit 105,10 km/h erstmals die dreistellige Marke. 1958 gelang Gerold Klinger auf einer BMW mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 123,20 km/h für lange, lange Zeit eine Rundenbestzeit eines Österreichers. 1996 war das englische Sidecar-Duo Abbot/Biggs (Windle-ADM) mit 158,40 km/h schneller als alle Zweiräder. 2001 stellte Michael Schulten auf einer Yamaha mit einem Schnitt von 164,30 km/h einen bisher unerreichbaren Rekord auf. 2008 umrundete der jetzt schon zweifache IDM-Champion Martin Bauer die aktuellen 3,805 km in 1.26,658 (Schnitt 158,070 km/h), während Arne Tode in der IDM-Supersport die Runde im Training in 1.28,886 (Schnitt 154,108) absolvierte.
Streckenpräsentation: Schleizer Dreieck:
www.rennstrecken.tv/etc/show_video.php
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